Gefährliche Tiere in Jordanien: Eine Übersicht über die heimischen Gefahren

Jordanien, ein Land mit einer faszinierenden Geschichte und atemberaubenden Landschaften, beherbergt auch eine Vielzahl von Tieren, die in der Region leben. Während viele dieser Tiere friedlich und unauffällig sind, gibt es auch einige, die aufgrund ihrer Gefährlichkeit besondere Aufmerksamkeit verdienen. Im Folgenden werden einige der gefährlichsten Tiere in Jordanien vorgestellt.

1. Die Jordanienspeikschlange (Cerastes cerastes)

Die Jordanienspeikschlange ist eine der bekanntesten giftigen Schlangen der Region. Sie ist vor allem in Wüsten- und Halbwüstengebieten zu finden. Diese Schlangenart zeichnet sich durch ein markantes, leicht hornartiges Gebilde auf ihrem Kopf aus, das ihr hilft, sich in ihrer Umgebung zu tarnen. Ihre Bisse können schwerwiegende Vergiftungen verursachen, die ohne rechtzeitige medizinische Behandlung lebensbedrohlich sein können. Ihre Schlangenbisse sind schmerzhaft und können zu einer Beeinträchtigung der Blutgerinnung und zu Schwellungen führen.

2. Die Sandotter (Vipera ammodytes)

Die Sandotter ist eine weitere gefährliche Schlange, die in Jordanien vorkommt. Sie hat ein breites Verbreitungsgebiet und lebt hauptsächlich in Gebirgen und bewaldeten Gebieten. Ihre Bisse sind äußerst schmerzhaft und können schwere gesundheitliche Folgen haben. Sie bevorzugt es, sich in trockenen, felsigen Gebieten aufzuhalten, sodass Wanderer und Naturliebhaber vorsichtig sein sollten, insbesondere bei Ausflügen in entlegene Gebirgslagen.

3. Skorpione

Skorpione kommen in Jordanien in verschiedenen Arten vor, wobei die größte Gefahr von der schwarzen Skorpionsart, Androctonus crassicauda, ausgeht. Dieser Skorpion hat ein sehr starkes Gift, das bei einem Stich starke Schmerzen, Schwellungen und in seltenen Fällen sogar schwere neurologische Reaktionen hervorrufen kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die in den Wüstengebieten zelten oder auf Wanderungen unterwegs sind. Ein Stich kann besonders für Kinder und ältere Menschen gefährlich werden.

4. Zecken und Mücken

Auch wenn sie nicht so bekannt sind wie Schlangen oder Skorpione, stellen Zecken und Mücken eine ernsthafte Gefahr dar. Sie sind Überträger von Krankheiten wie der Krim-Kongo-Fieber und Malaria. Besonders in ländlichen Gebieten und in der Nähe von Gewässern sollte man vorsichtig sein und sich mit Insektenschutzmitteln schützen. Es wird empfohlen, die Haut mit langärmliger Kleidung zu bedecken, besonders in den frühen Morgenstunden oder in der Abenddämmerung, wenn Mücken am aktivsten sind.

5. Löwen und andere Raubtiere

Obwohl wilde Löwen in Jordanien heute nicht mehr heimisch sind, gibt es Berichte über vereinzelte Sichtungen von Löwen in abgelegenen Gebieten. Diese Raubtiere können gefährlich werden, besonders wenn sie sich bedroht fühlen oder keine Nahrung finden. Die Wahrscheinlichkeit, auf einen Löwen zu treffen, ist jedoch sehr gering, da diese Tiere in der Regel in Wüstengebieten nur sehr selten vorkommen.

6. Bären und Wölfe

Jordanien beherbergt auch kleinere Raubtiere wie Wölfe und gelegentlich auch Bären. Diese Tiere sind in der Regel scheu und meiden den Kontakt mit Menschen. Jedoch können sie bei einer Überraschung oder in der Nähe von Nahrungsquellen aggressiv reagieren. Das trifft besonders auf Wölfe zu, die sich gelegentlich in den Wäldern von Jordanien aufhalten. Eine Begegnung ist jedoch selten, und die Tiere ziehen es vor, sich in abgelegene Gebirgslagen zurückzuziehen.

Fazit

Während Jordanien zahlreiche faszinierende Tiere beherbergt, ist es wichtig, sich der potenziellen Gefahren bewusst zu sein, die in bestimmten Regionen lauern. Eine sorgfältige Vorbereitung und ein respektvoller Umgang mit der Natur sind der Schlüssel zu einem sicheren Aufenthalt. Wer die Wüsten- und Gebirgslandschaften des Landes erkunden möchte, sollte sich über die Gefahren informieren und stets auf seine Sicherheit achten.